In Erfurt beheimatet ist die Band Volver. Mit Zwischen Dingen, die Angst machen veröffentlichen Bert Billeb, David Heinecke, Marcus Johanning, Stefan Pfannmöller und Tom Pollheim ihren ersten gemeinsamen Longplayer. Angst muss man vor dem Album und der Musik von Volver nun wahrlich nicht haben. Im Gegenteil, nisten sich doch die elf Indie-Pop-Rock-Songs in Windeseile in den Ohrkanälen ein. Mit der kurzen Piano-Mini-Ouvertüre „Souvenir I“ beginnt die Platte, bevor in „Still“ Gitarren, Schlagzeug, und Bass den ersten fetten Indie-Rock-Kracher raushauen. Ein gar prächtiges Beispiel, wie man Melancholie in eine umwerfend schöne Pop-Hymne kleidet. „Es ist vorbei, lass es Stille regnen – deinetwegen“ heißt es traurig in diesem Lied, „und alles scheint verloren“ im anschließenden „Glut & Rausch“, einem noch hymnischeren, die Gitarren in den Vordergrund stellenden, überbordend euphorischen Song. Volver gönnen einem keine Ruhe, denn auch „Neues Leben (Hinter dem Meer)“ prescht munter vorwärts, doch trotz der Gitarrenlastigkeit herrscht eine sehnsüchtige Dark Wave-Stimmung über dem Stück. Erst mit „Der letzte Regen“ kehrt etwas Ruhe ein, die sich in „Über Dir“ fortsetzt, von lauten Alternative-Gitarren jedoch zeitweise unterbrochen wird. In „Morgenlicht“ und „Was du siehst“ wird die sehnsüchtige Traurigkeit von donnernden Gitarren in Szene gesetzt, während „Wie Millionen andere“ und „Weißes Licht“ die Laut-Leise-Wechsel perfektioniert und „Souvenir II“ das Album sanft zu seinem Ende bringt. Mit Zwischen Dingen, die Angst machen gelingt Volver ein straightes Indie-Rock-Pop-Album mit drei überragenden Anspielsongs („Still“, „Glut & Rausch“, „Neues Leben“) .


soundandbooks